Es ist passiert: Was mir “Spanisch” war ist… ist mir nun gut!
Diese etwas wirre Aussage beschäftigt mich neben meiner momentane arbeitsreiche Periode. Als verhinderter Musiker war ich schon immer der Meinung, dass es keine super teuren Instrumente bedarf um Musik zu machen.
Für mich waren teure Gitarren tatsächlich eher ein Ausdruck des “wohin nur mit dem ganzen Geld was ich als Star verdiene” als notwendiges Arbeitswerkzeug. Oder schlimmer: “Ich kann zwar nichts spielen aber meine Gitarre war teuer”.
Nicht das ich ein “gutes” Instrument nicht zu schätzen wusste. Doch das bezog sich doch eher auf den Unterschied zwischen einer 29,- Euro Gitarre aus dem Supermarkt und dem was man eben für bis 100,- Euro bekommt. Ich rede hier übrigens von (klassischen) akustischen Gitarren – die mit den Nylonseiten, welche man in der Regel “dem Kind was meint Gitarre lernen zu müssen” als erstes besorgt. Bei E-Gitarren war ich (seltsam?) immer überzeugt das die schon teurer sein müssen
.
Dabei ist der Preis wohl nicht mal wirklich aussagekräftig… teures Material schützt nicht vor schlechter Verarbeitung. Und selbst der gute Wille ersetzt keine Erfahrung des “Gitarrenbauers”. Und “Ja” so ein Ding kann tatsächlich von einer individuellen Person selber gefertigt worden sein! Das wurde mir nun erstmalig richtig bewusst!
Nachdem mich das “mausding” mit seiner Kunsthaus Begeisterung angesteckt hat war ich auf verschiedenen “Gitarrencafé” Veranstaltungen mit Ihr und da standen die eben bei H&S Musik immer so rum… Gitarren… Teure Gitarren… Die Dinger die so toll sein sollen… Und da wir Pioniere und zu den allerersten Besuchern bei denen gehören sind wir auch gleich per Du mit den Leuten, die dort versuchen etwas mehr Kultur in Wuppertal zu etablieren als es schon gibt.
Bei letzten Konzert (Francisco Vazquez (links der) - war übrigens sehr Klasse) bin ich dann mal an den Peter (Schulte, das S von H&S) ran getreten und hab mir was “günstiges” zeigen lassen. Ich hab nicht wirklich mal 1.000+ Euro für eine Gitarre übrig und war ja sowieso skeptisch. Er hatte auch das ein oder andere Modell welches im Bereich des “kann ich mir Leisten… aber will ich es auch?” lagen.
Kurz gesagt… plötzlich hatte ich mich verliebt und sass dann im Vorraum des “Konzertsaales” (Lächeln an alle die auch da waren!) und klimperte auf einer Gitarre von “Francisco Bros” einem spanischen Gitarrenbauer. Boah! Das war “anders”… Ich besitze eigentlich ja schon 7 Gitarren (nicht nur billige übrigens) aber diese war besonders…
Nach kurzer Verhandlung wurde mir ein unbeschreiblich guter Preis gemacht (die Gitarre hat eine kleine Macke) und so wurde ich zwischen Tür und Angel und vor dem Konzert noch Besitzer einer Gitarre von einem echten lebenden spanischen Gitarrenbauer. Und wenn mich nicht alles täuscht hab ich sogar ein Bild der Werkbank wo die zusammengeklebt wurde! Wie geil!
Im Laufe des Konzerts (bzw. der Pause) sah ich dann den Francisco mit einem sehr geilen Stimmgerät (TG-200H von Crafter) hantieren. Das könnt ihr hier rechts sehen… Das klemmt man einfach an den Kopf der Gitarre… super praktisch und heute kosten die Dinger ja nichts mehr!
Zurück zur Gitarre: Nun nach einigen Tagen bin ich einfach begeistert… so begeistert, dass ich meine wenige Blogzeit für diesen Text hier investiere und das “mausding” schon gedroht hat mich beim Kuscheln mit der “B” im Bett zu fotografieren.
Übrigens habe ich im Nachhinein im Netz recherchiert und weiß, dass ich nicht der Einzige bin, der von den Gitarren dieses Menschen begeistert ist! Nun glaube ich auch dem Kai (Heumann… dem H in H&S) und dem Francisco, dass sie das gleiche Modell zuhause haben und manchmal anstelle ihrer 2.250,- Euro “Custom” Gitarre darauf spielen…
Da bleibt ja nun eine Frage offen… aber… NEIN … DAS wäre mir dann doch zu teuer!


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